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Vom Wildfang zur Tourismusattraktion Teil I

Veröffentlicht am 14.08.2019

Wusstest du, dass...
... Urlauber*innen in fremden Ländern durch augenscheinlich als "unvergessliches Erlebnis" getarnte Tourismusangebote meist mit Tierquälerei konfrontiert werden?

Einmal auf einem Elefanten durch den Dschungel reiten, ein Erinnerungsfoto mit einem süßen Löwen oder Tigerbaby machen oder über Delfine staunen, die Kunststücke vorführen - auf den ersten Blick klingen solche Tourismusangebote nach einem unvergesslichen Erlebnis. Was vielen Reisenden allerdings nicht bewusst ist: Solche Urlaubsattraktionen gehen auf Kosten der Tiere und sind meistens mit lebenslanger Qual verbunden. In Tiershows müssen Wildtiere oft unnatürliche Darbietungen zeigen, was psychisch und auch physisch belastet und langfristig Schäden verursacht. Eine direkte Interaktion mit Tourist*innen bedeutet für die Tiere erheblichen Stress und dient vor allem dazu. mehr Besucher*innen anzuziehen und höhere Einnahmen zu erzielen.

Das betrifft z.B. Delfine, die in Asien, der Karibik, dem Nahen Osten oder Südeuropa vermehrt zur Schau gestellt werden. Einige Delfinarien in Urlaubsländern, wie der Türkei, Dubai, Thailand, Ägypten und Tunesien kaufen als besonders schön geltende Tiere, die vorher frei im Meer gelebt haben. Diese fristen dann ihr Dasein in viel zu kleinen Becken. Während sie in der freien Wildbahn Strecken von bis zu 100 Kilometern pro Tag zurücklegen und bis zu 200m tief tauchen, können sie ihren Bewegungsdrang in Delfinarien bei weitem nicht stillen.

Ebenfalls als Tourismusmagnet missbraucht werden Großkatzen wie Tiger, die aus reiner Profitgier gezüchtet werden. Als Jungtiere werden sie von Tourist*innen in Wildparks gefüttert und müssen - nicht selten unter Drogen gesetzt- für Souvenirfotos herhalten. Später werden die erwachsenen Raubkatzen in kleine Käfige gesperrt, weil sie nicht mehr süß genug sind.

Auch Affen müssen viel zu oft für Fotos herhalten, teilweise werden sie sogar gezielt als Haustiere an Tourist*innen verkauft. In Marokko z.B. hat dies zu einem massiven Rückgang der Berberaffen geführt, die ohnehin in ihrem Bestand stark bedroht sind.

Zu den beliebten Attraktionen gehört ebenfalls das Elefantenreiten in Asien. Tausende Elefanten in Thailand, Sri Lanka, Indien, Nepal, Laos oder Kambodscha werden unter erschreckenden Bedingungen in Gefangenschaft gehalten und zum großen Teil für den Tourismus eingesetzt. Noch immer werden dazu Jungtiere aus der Wildnis gefangen und brutal gezähmt, bis sie dem Menschen gehorchen. So werden viele durch Anketten, Fesseln und Schläge zum Reittier unterworfen. Auch für Tourist*innen ist dieser "Spaß" nicht ungefährlich - immer wieder kommen Menschen bei Unfällen mit Elefanten zu Tode. Genauso raten wir von Angeboten ab, wo Erwachsene auf Eseln reiten dürfen, wie z.B. auf den griechischen Inseln. Bei hohen Temperaturen müssen die Tiere stundenlang Hunderte Tourist*innen transportieren - auch, wenn diese übergewichtig und damit viel zu schwer für die Esel sind.

Augen auf bei der Wahl deiner Urlaubsattraktionen!
 
 

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